Programmbereich
Respektvolle Kommunikation Allzu leicht vergessen wir, wie sprachliche Formulierungen auf unser Gegenüber wirken können, und wundern uns über dessen „plötzliche“ Reaktion. Sprache kann unsere innere Haltung vor unserem Gegenüber zum Ausdruck bringen und wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Durch die Sprache kann Sympathie oder Antipathie, Liebe oder Hass, Macht oder Gleichstellung, Respekt oder Respektlosigkeit und vieles mehr vermittelt werden. Versuchen wir daher Unterschiede nicht als Kampfansage, sondern als Erweiterung der gemeinsamen Möglichkeiten zu sehen, nicht als Gegensatz, sondern als Ergänzung zu begreifen.
Suizidalität gehört zum Menschsein dazu. Dennoch ist der Umgang mit Menschen in suizidalen Krisen oft von großer Unsicherheit geprägt. Was muss ich im Gespräch beachten? Wie erkenne ich, ob und wie gefährdet jemand ist? Wann sollte eine Klinikeinweisung stattfinden? Diese und weitere Fragen werden bei der Veranstaltung beantwortet. Außerdem wird Gelegenheit für Fallbeispiele und die Reflexion eigener Erlebnisse aus der Praxis sein
Der Anteil von Menschen mit psychischer Beeinträchtigung in Werkstätten und Wohnbereichen steigt seit Jahren kontinuierlich an. Dabei sind die Formen und Erscheinungsbilder der jeweiligen Beeinträchtigung so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Bei vielen Erscheinungsformen steht jedoch eine Beeinträchtigung des Antriebs und der Motivation im Vordergrund. Der Umgang mit diesem Klientel stellt daher erhebliche Anforderungen an das begleitende Personal: Von der Art der Gesprächsführung bis zur Klärung der eigenen Rolle im Rahmen der Selbstbestimmung ist man immer wieder gefordert, die geeigneten Vorgehens- und Reaktionsweisen abzuwägen. In diesem Seminar soll u.a. mit Hilfe von Informationen über die Hintergründe psychischer Beeinträchtigung, sowie daraus abgeleiteten sinnvollen Verhaltens- und Kommunikationsweisen die Fähigkeit zur Förderung und Motivation psychisch beeinträchtigter Menschen gestärkt werden. Inhalte · Formen und Ursachen psychischer Beeinträchtigung besser kennen lernen · Wichtige Aspekte in der Kommunikation und Gesprächsführung · Biografisches als Anknüpfungspunkt · Den eigenen Auftrag klären - wo muss ich fordern, wo muss ich tolerieren? Methoden Kurzvorträge, Diskussion, Gruppenarbeit, Übungen, Fallbeispiele
Motivation ist ein zentrales Thema in der Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen. Durch ein sich veränderndes Klientel, das unterschiedliche Voraussetzungen und Beeinträchtigungen gerade im Bereich der Motivation mitbringt, stellt sich für das begleitende Personal häufig die Frage: Wie kann ich jemanden zum Wollen bewegen - ohne zu überfordern, zu bevormunden oder zu resignieren? Der Spagat zwischen dem Recht auf Selbstbestimmung und dem Einhalten vorgegebener Grenzen und Regeln gestaltet sich schwierig. Immer wieder ist eine Entscheidung zu treffen zwischen Ermutigung und Grenzsetzung, zwischen Anstoßen und Aushalten. Doch wie kann motivierende Begleitung in der Praxis konkret gelingen? Und wie bleibt man selbst motiviert, wenn es anstrengend wird? Dieses Seminar bietet fachliche Orientierung und praxisnahe Impulse für Ihre tägliche Arbeit. Sie erhalten Einblicke in motivationspsychologische Grundlagen und deren Bedeutung im Kontext unterschiedlicher Behinderungsformen. Anhand konkreter Fallbeispiele werden Vorgehensweisen erarbeitet, um sowohl dem Klienten, als auch der eigenen Tätigkeit neue Impulse zu vermitteln. Inhalte · Grundlagen der Motivation - Begriffe, Definitionen · Auswirkungen verschiedener Behinderungsformen auf die Motivation · Freiheiten und Grenzen der Selbstbestimmung · Methodische Fallbesprechungen aus der Praxis · Die eigene Motivation stärken und lebendig halten Methoden Kurzvorträge, Diskussion, Gruppenarbeit, Übungen, Fallbeispiele
Die Begleitung und Beratung von Menschen in Krisensituationen und mit traumatischen Erfahrungen stellt Fachkräfte vor besondere Herausforderungen. Die Auswirkungen von Gewalt sind häufig komplex und zeigen sich unter anderem in dissoziativen Symptomen oder chronischer Suizidalität. Nicht selten bringt uns die intensive Arbeit mit Betroffenen auch an die eigenen psychischen und emotionalen Belastungsgrenzen. Der Fortbildungstag vermittelt praxisnahe Methoden, um die Arbeit mit dieser Zielgruppe hilfreich und tragfähig zu gestalten. Dabei stehen sowohl die Bedürfnisse der Klient*innen als auch die Rolle und Haltung der beratenden Fachkraft im Fokus. Darüber hinaus werden Wege aufgezeigt, wie eine persönliche und zugleich professionelle Begleitung gelingen kann. Gerne können Sie eigene Fragen und Fallbeispiele aus Ihrem Berufsalltag einbringen. Die Fachberatungsstelle Wildwasser Würzburg e.V. begleitet seit vielen Jahren gewaltbetroffene Frauen - die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dieser Arbeit möchten wir an diesem Tag mit Ihnen teilen. Inhalte: Grundlagen zum Thema Gewalt Grundlagen zum Thema Trauma Was brauchen Klient*innen in der Beratung und im Alltag? Entwicklung einer hilfreichen inneren Haltung in der Begleitung
Freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM) wie Bettgitter, Fixierungen oder unter Umständen auch die Gabe von sedierenden Medikamenten stellen tiefgreifende Eingriffe in das Grundrecht auf Freiheit dar. Sie entstehen oft aus einem Spannungsfeld zwischen Schutzauftrag, Handlungsdruck und dem Bedürfnis nach Sicherheit. Diese Fortbildung bietet Raum, um die Ursachen, Dynamiken und Rahmenbedingungen solcher Maßnahmen besser zu verstehen: Welche Situationen führen dazu, dass Freiheit eingeschränkt wird? Welche Rolle spielen Strukturen, Haltung, Kommunikation und institutionelle Kultur? Zentral ist dabei die Frage nach Alternativen: Was können wir konkret tun, um freiheitsentziehende Maßnahmen zu vermeiden - ohne dabei Menschen zu gefährden oder uns selbst zu überfordern? Welche Haltung hilft, Freiheit als Leitprinzip professionellen Handelns zu bewahren? Neben rechtlichen Grundlagen liegt der Fokus auf Reflexion, Austausch und praxistauglichen Handlungsoptionen. Ziel ist es, Fachkräfte zu stärken, bewusste Entscheidungen zu fördern und gemeinsam tragfähige Wege zu entwickeln, um Freiheit zu schützen - verantwortungsvoll, empathisch und fachlich fundiert.
Freiheitsentziehende Maßnahmen (FEM) wie Bettgitter, Fixierungen oder unter Umständen auch die Gabe von sedierenden Medikamenten stellen tiefgreifende Eingriffe in das Grundrecht auf Freiheit dar. Sie entstehen oft aus einem Spannungsfeld zwischen Schutzauftrag, Handlungsdruck und dem Bedürfnis nach Sicherheit. Diese Fortbildung bietet Raum, um die Ursachen, Dynamiken und Rahmenbedingungen solcher Maßnahmen besser zu verstehen: Welche Situationen führen dazu, dass Freiheit eingeschränkt wird? Welche Rolle spielen Strukturen, Haltung, Kommunikation und institutionelle Kultur? Zentral ist dabei die Frage nach Alternativen: Was können wir konkret tun, um freiheitsentziehende Maßnahmen zu vermeiden - ohne dabei Menschen zu gefährden oder uns selbst zu überfordern? Welche Haltung hilft, Freiheit als Leitprinzip professionellen Handelns zu bewahren? Neben rechtlichen Grundlagen liegt der Fokus auf Reflexion, Austausch und praxistauglichen Handlungsoptionen. Ziel ist es, Fachkräfte zu stärken, bewusste Entscheidungen zu fördern und gemeinsam tragfähige Wege zu entwickeln, um Freiheit zu schützen - verantwortungsvoll, empathisch und fachlich fundiert.
Als Bürgerhelfer:innen unterstützen Sie Menschen im Alltag, helfen bei der Organisation der Dinge des Lebens, begleiten bei wichtigen Terminen, sind in Krisenzeiten eine Stütze oder fördern soziale Kontakte. Viele erleben ihr ehrenamtliches Engagement als erfüllende Tätigkeit, die bereichernd und wertvoll ist. Dennoch gibt es auch schwierige Situationen, fehlt Ihnen die Anbindung oder der Austausch mit anderen. Daher bietet Ihnen der Reflexionstag folgende Möglichkeiten: - Austausch und Begegnung mit anderen Bürgerhelfer:innen - Die eigene Tätigkeit einzeln und gemeinsam reflektieren - Einen Fall besprechen - erfahren, wie Sie gut in der Kraft und inneren Balance bleiben Wie Sie sich in stressigen Situationen unterstützen können
Menschen mit Behinderung im Alltag verantwortungsvoll begleiten und zu unterstützen bedeutet, auf ein vielfältiges Handlungsrepertoire zurückgreifen zu können. Diese Veranstaltung richtet sich an Personen aus fachfremden Arbeitsfeldern mit der Motivation, Grundkenntnisse der pädagogischen und methodischen Arbeit zu erlangen, um mehr Sicherheit im Umgang mit Menschen mit Behinderung zu erhalten. Es werden theoretische Grundlagen und Methoden vermittelt und Handlungskonzepte vorgestellt. Wichtige Bausteine sind das Herstellen einer professionellen Beziehung zu den Klient:innen, psychologische Kenntnisse sowie das Verstehen der Lebenswelt der Klient:innen. Neben der theoretischen Auseinandersetzung werden kleine Praxiseinheiten zum Üben und Reflektieren stattfinden.
Die Begegnung mit bestimmten Menschen ruft in uns immer wieder einen Widerwillen hervor, der die Begegnung mit diesen Menschen massiv erschwert. Diese Reaktionen sind völlig normal, etwas wofür man sich weder schämen noch achtlos darüber hinweg sehen sollte. Es gilt vielmehr, dieses Phänomen zu verstehen und sowohl im beruflichen wie im privaten Bereich richtig einzuordnen. Denn die hier entstehenden Gefühle des Widerwillens verhindern ein offenes Zugehen auf das Gegenüber und die Entwicklung alternativer Verhaltensweisen. Ziel der Fortbildung ist es, die Eigenwahrnehmung im pädagogischen Alltag zu schulen und Verständnis von Ursachen und Folgen der eigenen „inneren Haltung“ zu entwickeln.
Mit Hilfe des SEED Profils einer Person lassen sich Erkenntnisse bzgl. deren Verhaltensmuster, dem emotionalen Entwicklungsstand, pädagogischer Interventionen für den pädagogischen Alltag und konzeptioneller Betreuungsansätze gewinnen. Inhalt ● Differenzierung zwischen „Bedürfnis“ und „Wille“ der Klient:innen im pädagog. Alltag ● Hirnreifung und sozio-emotionale Entwicklung ● Beschreibung der 6 sozio-emotionalen Entwicklungsstufen der SEED und zugehöriger typischer Verhaltensauffälligkeiten ● Beschreibung der 8 Domänen der SEED Milieutherapeutischer Ansatz für SEED Phasen 1-4
Menschen mit Behinderung im Alltag verantwortungsvoll begleiten und zu unterstützen bedeutet, auf ein vielfältiges Handlungsrepertoire zurückgreifen zu können. Diese Veranstaltung richtet sich an Personen aus fachfremden Arbeitsfeldern mit der Motivation, Grundkenntnisse der pädagogischen und methodischen Arbeit zu erlangen, um mehr Sicherheit im Umgang mit Menschen mit Behinderung zu erhalten. Es werden theoretische Grundlagen und Methoden vermittelt und Handlungskonzepte vorgestellt. Wichtige Bausteine sind das Herstellen einer professionellen Beziehung zu den Klient:innen, psychologische Kenntnisse, sowie das Verstehen der Lebenswelt der Klient:innen. Neben der theoretischen Auseinandersetzung werden kleine Praxiseinheiten zum Üben und Reflektieren stattfinden.
Dieses Seminar gibt eine Einführung in die Diagnose ADHS im Erwachsenenalter. Schwerpunkt des Seminares ist es, in der konkreten therapeutischen Arbeit bewährte Therapiemöglichkeiten zu vermitteln. Dazu werden Methoden aus der klassischen Verhaltenstherapie und der Akzeptanz- und Commitment- Therapie, einer der interessantesten neuen Entwicklungen der kognitiven Verhaltenstherapie, dargestellt. Die Teilnehmer:innen sind ausdrücklich dazu eingeladen eigene Fälle und Fragen zur Problematik einzubringen.
Die Fortbildungsveranstaltung „Autismus – Grundlagen und Umgang mit herausforderndem Verhalten“ gibt einen Einblick in: - Grundlagen Autismus-Spektrum-Störung - Wahrnehmungsbesonderheiten (inkl. Selbsterfahrung) - Neuropsychologische Erklärungsmodelle - Herausfordernde Verhaltensweisen - Tipps im Umgang mit Betroffenen - Offene Gesprächsrunde
In diesem Seminar werden Schnittstellen und Zusammenhänge von kognitiv, geistigen Beeinträchtigungen und psychischen Erkrankungen aus medizinisch psychiatrischer Perspektive behandelt. Ein signifikant höherer Anteil von Menschen mit Intelligenzminderungen leidet zusätzlich auch an psychisch-seelischen Störungen. Anhand ausgewählter Beispiele werden die Symptomatik, oftmals herausfordernde Verhaltensweisen, die vielfach erschwerte Diagnostik, sowie Therapie- und Förderstrategien vor dem Hintergrund von Doppeldiagnosen erörtert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Diagnostik und die Herausforderungen in der Behandlung von Menschen, die sowohl kognitiv-geistige Beeinträchtigungen, als auch psychische Störungen aufweisen. Welche Besonderheiten bestehen bei der Diagnose und Therapie psychischer Erkrankungen bei Menschen mit Intelligenzminderung und wie können diese im beruflichen Alltag berücksichtigt werden? Das Seminar beschäftigt sich eingehend mit indikationsbezogenen Interventionsstrategien, die auf die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmt sind. Welche therapeutischen Ansätze und Unterstützungsmaßnahmen sind effektiv und hilfreich? Auch Fragen, wie Sie als Fachkraft zur Sicherung, Verbesserung der Lebensqualität und zur Förderung eines möglichst selbstbestimmten Lebens der Betroffenen beitragen können, werden behandelt. Diskussionen und Fallstudien bieten die Möglichkeit, Erfahrungen und Best Practices zu teilen. Das Seminar schafft Raum für interdisziplinären Austausch und kooperative Ansätze, um Beeinträchtigungen zu verbessern, Integration zu fördern und Lebensqualität zu sichern.
Als „Systemsprenger“ werden Menschen bezeichnet, die durch extrem herausforderndes Verhalten auffallen und aus den meisten bestehenden Hilfs- und Betreuungsrastern herausfallen. Wie kann eine professionelle, tragfähige Begleitung im Erwachsenenalter aussehen? Dies Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende, die Alltag und Krisen mit diesen Menschen gestalten. Wir beschäftigen uns mit den Ursachen grenzüberschreitender Verhaltensweisen. Dazu untersuchen wir die komplexen Störungsbilder, individuellen Bedürfnissen und unbewussten Schutzstrategien, die sich hinter diesen Verhaltensmustern verbergen, und erarbeiten konkrete Strategien für die Praxis. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf der Dynamik zwischen Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen liegen: Warum macht uns dieses Verhalten oft so hilflos, wütend oder verzweifelt? Und wie gelingt es, trotz starker eigener Emotionen handlungsfähig zu bleiben? Ziel des Seminars ist es, eine professionelle Haltung zu entwickeln, wie ich diesen Menschen auch bei Aggressionen, extremer Ablehnung und Zurückweisung begegnen kann.
Tag 1 – Grundlagen und Verständnis Am ersten Tag erhalten Sie die grundlegenden fachlichen Basics zum Krankheitsbild Messie-Syndrom: Pathologisches Horten, Vermüllungs- und Verwahrlosungssyndrom. Die unterschiedlichen Ausprägungsgrade sind komplex und müssen differenzialdiagnostisch klar voneinander abgegrenzt werden. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für Ursachen, Dynamiken und Auswirkungen des Messie-Phänomens zu entwickeln. Tag 2 – Praxis und Handlungsebene Am zweiten Tag gehen wir direkt in die fachpraktische Umsetzung. Das Wissen aus dem ersten Tag fließt unmittelbar in konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Berufsalltag ein, u. a. anhand von Fallbeispielen und praktischen Vorgehensweisen im Umgang mit Messie-Klientel. Es wird ausreichend Raum für Praxisbezug, individuelle Fragen und besprechen konkreter Lösungsansätze sein.
Kennen Sie das? Sie sitzen in einer Besprechung und folgende Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf: „Oh nein, bitte nicht schon wieder dieses Thema, das haben wir doch schon unzählige Male besprochen! Außerdem hätte ich viel wichtigere Dinge zu tun, als in dieser langweiligen und unproduktiven Besprechung hier zu sitzen!“ … und in den nächsten Stunden malen Sie sinnlose Ornamente auf das vor Ihnen liegende Papier… Ziel dieser Fortbildung ist es, wie Sie Teambesprechungen ziel- und ergebnisorientiert, effizient und strukturiert gestalten können.
Im Seminar werden medizinisch-psychiatrische sowie sozialmedizinische Perspektiven vermittelt, um das Verständnis für diese komplexe Störung zu vertiefen. Neben Grundlagen zur Klassifikation, Diagnostik und Therapieleitlinien sollen Umgangsstrategien mit Betroffenen im Arbeitsalltag mit dem Ziel der emotionalen sowie Verhaltensstabilisierung behandelt werden. Wie können Symptome frühzeitig erkannt und angemessen darauf reagiert werden? Wie kann „manipulativem Verhalten“ begegnet werden und wie können krisenhafte Zuspitzung sowie Spaltungsprozesse vermieden/gemindert werden? Welche Unterstützungsstrategien sind bei zusätzlich bestehenden Handicaps hilfreich? Neben der Wissensvermittlung ist das Seminar auch eine Plattform für den Austausch von Erfahrungen und Best Practices. Wie gestalten wir die Betreuung und den Pflegealltag, um den Bedürfnissen von Patientinnen und Patienten mit Borderline-Störung gerecht zu werden? Der Kurs bietet Raum für Diskussionen und gibt Ihnen Werkzeuge an die Hand, um Herausforderungen im Berufsalltag zu bewältigen und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.
Verhaltensprobleme werden oft im Zusammenhang mit bekannten psychiatrischen Störungen gesehen. Der SEED 2018 (Tanja Sappok u.a.) bietet auf Grundlage des von A. Dosen entwickelten Modells der sozioemotionalen Entwicklung, Erklärungen für die Entstehung psychischer Erkrankungen bzw. Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung. Hierbei stellt der emotionale Entwicklungsstand eine wesentliche Einflussgröße dar. Ohne Kenntnis des emotionalen Entwicklungsstandes kommt es seitens des Helferumfeldes mitunter zu Fehlinterpretationen des Verhaltens. Mit Hilfe des SEED Profils einer Person lassen sich Erkenntnisse bzgl. deren Verhaltensmuster, dem emotionalen Entwicklungsstand, pädagogischer Interventionen für den pädagogischen Alltag und konzeptioneller Betreuungsansätze gewinnen. Inhalt ● Differenzierung zwischen „Bedürfnis“ und „Wille“ der Klient:innen im pädagog. Alltag ● Hirnreifung und sozio-emotionale Entwicklung ● Beschreibung der 6 sozio-emotionalen Entwicklungsstufen der SEED und zugehöriger typischer Verhaltensauffälligkeiten ● Beschreibung der 8 Domänen der SEED Milieutherapeutischer Ansatz für SEED Phasen 1-4
Menschen mit Behinderung im Alltag verantwortungsvoll begleiten und zu unterstützen bedeutet, auf ein vielfältiges Handlungsrepertoire zurückgreifen zu können. Diese Veranstaltung richtet sich an Personen aus fachfremden Arbeitsfeldern mit der Motivation, Grundkenntnisse der pädagogischen und methodischen Arbeit zu erlangen, um mehr Sicherheit im Umgang mit Menschen mit Behinderung zu erhalten. Es werden theoretische Grundlagen und Methoden vermittelt und Handlungskonzepte vorgestellt. Wichtige Bausteine sind das Herstellen einer professionellen Beziehung zu den Klient:innen, psychologische Kenntnisse sowie das Verstehen der Lebenswelt der Klient:innen. Neben der theoretischen Auseinandersetzung werden kleine Praxiseinheiten zum Üben und Reflektieren stattfinden.
Als „Systemsprenger“ werden Menschen bezeichnet, die durch extrem herausforderndes Verhalten auffallen und aus den meisten bestehenden Hilfs- und Betreuungsrastern herausfallen. Wie kann eine professionelle, tragfähige Begleitung im Erwachsenenalter aussehen? Dies Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende, die Alltag und Krisen mit diesen Menschen gestalten. Wir beschäftigen uns mit den Ursachen grenzüberschreitender Verhaltensweisen. Dazu untersuchen wir die komplexen Störungsbilder, individuellen Bedürfnissen und unbewussten Schutzstrategien, die sich hinter diesen Verhaltensmustern verbergen, und erarbeiten konkrete Strategien für die Praxis. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf der Dynamik zwischen Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen liegen: Warum macht uns dieses Verhalten oft so hilflos, wütend oder verzweifelt? Und wie gelingt es, trotz starker eigener Emotionen handlungsfähig zu bleiben? Ziel des Seminars ist es, eine professionelle Haltung zu entwickeln, wie ich diesen Menschen auch bei Aggressionen, extremer Ablehnung und Zurückweisung begegnen kann.
Suizidalität gehört zum Menschsein dazu. Dennoch ist der Umgang mit Menschen in suizidalen Krisen oft von großer Unsicherheit geprägt. Was muss ich im Gespräch beachten? Wie erkenne ich, ob und wie gefährdet jemand ist? Wann sollte eine Klinikeinweisung stattfinden? Diese und weitere Fragen werden bei der Veranstaltung beantwortet. Außerdem ist Gelegenheit für Fallbeispiele und die Reflexion eigener Erlebnisse aus der Praxis.
Verhaltensprobleme werden oft im Zusammenhang mit bekannten psychiatrischen Störungen gesehen. Der SEED 2018 (Tanja Sappok u.a.) bietet auf Grundlage des von A. Dosen entwickelten Modells der sozioemotionalen Entwicklung, Erklärungen für die Entstehung psychischer Erkrankungen bzw. Verhaltensauffälligkeiten bei Menschen mit geistiger Behinderung. Hierbei stellt der emotionale Entwicklungsstand eine wesentliche Einflussgröße dar. Ohne Kenntnis des emotionalen Entwicklungsstandes kommt es seitens des Helferumfeldes mitunter zu Fehlinterpretationen des Verhaltens. Mit Hilfe des SEED Profils einer Person lassen sich Erkenntnisse bzgl. deren Verhaltensmuster, dem emotionalen Entwicklungsstand, pädagogischer Interventionen für den pädagogischen Alltag und konzeptioneller Betreuungsansätze gewinnen. Inhalt ● Differenzierung zwischen „Bedürfnis“ und „Wille“ der Klient:innen im pädagog. Alltag ● Hirnreifung und sozio-emotionale Entwicklung ● Beschreibung der 6 sozio-emotionalen Entwicklungsstufen der SEED und zugehöriger typischer Verhaltensauffälligkeiten ● Beschreibung der 8 Domänen der SEED Milieutherapeutischer Ansatz für SEED Phasen 1-4
Menschen mit Mehrfachbehinderungen können sich oft sprachlich nur eingeschränkt oder gar nicht mitteilen und verstehen auch nur begrenzt sprachliche Mitteilungen. Auch weichen sie manchmal in ihrer Körpersprache stark vom Gewohnten ab. All dies stellt eine besondere Herausforderung für die Interaktion mit ihnen dar und kann leicht Missverständnisse auslösen oder gar in Konflikten resultieren. Der Kurs ist aufgeteilt in ein Basis- und ein Aufbaumodul. Ziel des Basis-Trainings ist es, mühelos einen für beide Seiten befriedigenden Kontakt aufzubauen und schwierige Situationen zu meistern. Modul I: Grundlagen des nonverbalen Dialogs ● Verbale Kommunikationsdefizite und deren Auswirkungen ● Dialogisches Prinzip ● Stimmklang in der Bewohnendenansprache ● Mimikerkennung: Emotionen und Schmerz ● Gestik: Visualisierung von Informationen ● Blickverhalten bei Reaktionseinschränkungen ● Fallbezogene Dokumentation nonverbalen Ausdrucks Modul II: Personengerechte und ressourcenorientierte Interaktion ● Körperorientierung: Kohärenz in Zu- und Abwendung ● Berührung zur Kontaktaufnahme: Orte und Qualitäten ● Wahrnehmung: Verarbeitung und Beurteilungsfehler ● Reizverarbeitungsstörungen ● Sensorische Koordination bei der Kontakt- und Alltagsgestaltung ● Fallbesprechung: Ressourcenorientierte, nonverbale Bewohnendeninteraktion
